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Wohnungsbrand

Hilfeschreie aus dem ersten Stockwerk

Von Ralf Rohrmoser-von Glasow, 03.07.09, 15:01h

Die Feuerwehr hat in Troisdorf zwei Menschen und einen Hund aus einem Haus gerettet. Im Treppenhaus ist ein Verteilerkasten in Brand geraten und nahm somit auch die Fluchtmöglichkeit der Hausbewohner.

Bei einem Wohnungsbrand
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Bei einem Wohnungsbrand in Troisdorf sind zwei Menschen verletzt worden. (Bild: Ralf Rohrmoser-von Glasow)
Bei einem Wohnungsbrand
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Bei einem Wohnungsbrand in Troisdorf sind zwei Menschen verletzt worden. (Bild: Ralf Rohrmoser-von Glasow)
Troisdorf - Dramatische Szenen spielten sich am Donnerstagabend in einem Wohnhaus an der Kronenstraße ab. Nachbarn hörten laute Rufe, als sie nach draußen eilten, sahen sie eine Frau an einem Fenster im ersten Obergeschoss stehen. Dichter, dunkler Rauch drang aus allen Öffnungen. Die Bewohnerin rief um Hilfe. Die Passanten beruhigten sie, ein Mann lief zurück in seine Wohnung, um eine lange Leiter zu holen. Doch da rückte schon die Feuerwehr an. Mit einer Drehleiter retteten die Einsatzkräfte die 61-Jährige aus ihrer misslichen Lage. Denn sie konnte nicht mehr durch alleine das stark verrauchte Treppenhaus ins Freie gelangen.

Sie war nicht die einzige Mieterin. Der erste Einsatztrupp, der Atemschutzgeräte angelegt hatte, drang durch die offen stehende Wohnungstür ein und fand den 67 Jahre alten Mann, der ebenfalls an einem Fenster stand, das aber nach hinten in den Garten ging. Sie setzten ihm eine so genannte Fluchthaube auf und geleiteten ihn vorbei an einem brennenden Sicherungskasten nach draußen. Beide Patienten mussten wegen des Verdachts auf eine Rauchgasvergiftung ins Krankenhaus gebracht werden - besonders schwierig für den 67-Jährigen, der an Asthma leidet.

Eine Nachbarin machte die Wehrleute darauf aufmerksam, dass noch ein Hund zum Haushalt gehört. Ein Feuerwehrmann holte den Cavalier King Charles Spaniel mit Namen „Berry“ unverletzt raus und übergab ihn an Sofia Schulz, die ihn so lange betreut, bis die Besitzerin, die Tochter der Verletzten, ihn wieder übernehmen kann.

Das Feuer selbst war schnell gelöscht. Es war offenbar in dem Stromverteiler ausgebrochen. Tapeten und Holz der Treppe waren schon stark in Mitleidenschaft gezogen worden, die Wände waren schwarz verrußt. Ein weiterer Bewohner des Hauses konnte in seinen Räumen bleiben, für ihn bestand keine Gefahr. Das Dachgeschoss steht derzeit leer. Die 60 Einsatzkräfte der Feuerwehr unter Leitung von Stadtbrandinspektor Dietmar Klein verhinderten durch ihr schnelles Eingreifen, dass sich der Brand noch weiter ausbreitete. Die Ursache ist noch ungeklärt, nach Angaben der Polizei entstand ein Schaden in Höhe von rund 7000 Euro.



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