Von Uli Kreikebaum, 03.07.09, 18:26h, aktualisiert 04.07.09, 00:18h
Im Stadion ist die Stimmung anlässlich des Spiels des 1. FC Köln gegen eine Rhein-Erft-Auswahl gelassener. Philipp Menzler, Mittelstürmer vom FC Hürth, steht vor seinem ersten Spiel gegen Profis am Bierpils, raucht eine Zigarette und sagt: „Das wird ein lockeres Spiel heute, Hauptsache, wir kriegen keine zehn Stück.“ Ob er gegen Star-Verteidiger Geromel spiele und ob Poldi dabei sei, sagt Menzler, „ist mir eigentlich egal“. Als der Heimkehrer schließlich den Rasen betritt, ist der Jubel zwar riesig - doch nicht alle im Stadion sind euphorisch. André (13) aus Hürth trägt zwar ein Podolski-Trikot, sagt aber: „Ich mag Poldi nicht so. Das Trikot hat mir meine Mutter gekauft.“ Auch Hildegard Schäfer, Betreuerin von Geißbock Hennes, warnt vor zu viel Poldi-Euphorie: „Da muss man abwarten, auch wenn er blaue Schuhe trägt und verehrt wird wie nur was“, sagt sie. Der neue Trainer Zvonimir Soldo dagegen sei „ein Volltreffer“. Niko (11) und Robin (12) vom FC Stotzheim bekennen sich dagegen als Poldi-Fans: „Ich bin natürlich wegen Poldi hier“, sagt Robin. „Warum sonst?“ Familie Bongenberg mit Sohn Moritz (7), die unter Ahornbäumen gegenüber der Haupttribüne Schutz vor dem Regen gefunden haben, ist gespannt auf den Auftritt der Profis. „Poldi, Mondragon, und Novakovic“ sind Moritz' Favoriten. Sein Freund Nils, der selbst bei den Bambinis des 1. FC Köln spielt, sagt dagegen: „Poldi ist mit Abstand der Beste.“
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