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FC-Spiel in Hürth

Fans kamen nicht nur für Podolski

Von Uli Kreikebaum, 03.07.09, 18:26h, aktualisiert 04.07.09, 00:18h

Der 1. FC Köln kam mit vielen Stars zum Spiel gegen eine Rhein-Erft-Auswahl nach Hürth. 3000 Zuschauer verfolgten das Freundschaftsspiel der Profis im Hürther Stadion.

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Am Rande des Spiels tobten die Kinder sich beim Kicken, Torwandschießen und an der Hüpfburg aus. Die Stimmung auf der Tribüne war ausgelassen. BILDER: UK
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Am Rande des Spiels tobten die Kinder sich beim Kicken, Torwandschießen und an der Hüpfburg aus. Die Stimmung auf der Tribüne war ausgelassen. BILDER: UK
Hürth - Vor dem Stadion scheint es so, als habe Rentner Peter Müller recht: „Die sind doch alle nur wegen dem Star hier“, sagt er und deutet auf die Menschen vor dem Eingang, von denen jeder dritte ein Trikot von Heimkehrer Lukas Podolski trägt. Sabrina (11) aus Hürth hat mit ihrer Klasse ein Bild für Poldi gemalt, versehen mit Unterschriften von allen Kindern. Eine Frau im Podolski-Trikot steht traurig vor den Sicherheitsleuten und bittet vergeblich um Einlass: „Es hieß doch, es gebe heute noch Karten“, sagt sie, „jetzt bin ich extra aus Köln gekommen und gucke in die Röhre.“

Im Stadion ist die Stimmung anlässlich des Spiels des 1. FC Köln gegen eine Rhein-Erft-Auswahl gelassener. Philipp Menzler, Mittelstürmer vom FC Hürth, steht vor seinem ersten Spiel gegen Profis am Bierpils, raucht eine Zigarette und sagt: „Das wird ein lockeres Spiel heute, Hauptsache, wir kriegen keine zehn Stück.“ Ob er gegen Star-Verteidiger Geromel spiele und ob Poldi dabei sei, sagt Menzler, „ist mir eigentlich egal“. Als der Heimkehrer schließlich den Rasen betritt, ist der Jubel zwar riesig - doch nicht alle im Stadion sind euphorisch. André (13) aus Hürth trägt zwar ein Podolski-Trikot, sagt aber: „Ich mag Poldi nicht so. Das Trikot hat mir meine Mutter gekauft.“ Auch Hildegard Schäfer, Betreuerin von Geißbock Hennes, warnt vor zu viel Poldi-Euphorie: „Da muss man abwarten, auch wenn er blaue Schuhe trägt und verehrt wird wie nur was“, sagt sie. Der neue Trainer Zvonimir Soldo dagegen sei „ein Volltreffer“. Niko (11) und Robin (12) vom FC Stotzheim bekennen sich dagegen als Poldi-Fans: „Ich bin natürlich wegen Poldi hier“, sagt Robin. „Warum sonst?“ Familie Bongenberg mit Sohn Moritz (7), die unter Ahornbäumen gegenüber der Haupttribüne Schutz vor dem Regen gefunden haben, ist gespannt auf den Auftritt der Profis. „Poldi, Mondragon, und Novakovic“ sind Moritz' Favoriten. Sein Freund Nils, der selbst bei den Bambinis des 1. FC Köln spielt, sagt dagegen: „Poldi ist mit Abstand der Beste.“



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