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Summerjam

Weitertanzen, bis der Regen aufhört

Von Kathy Stolzenbach, 03.07.09, 19:03h, aktualisiert 06.07.09, 09:03h

Um den Fühlinger See haben zahlreiche Reggae-Fans eine Art Zeltstadt errichtet. Vom ein oder anderen Schauer lassen sich die Besucher des Summerjam ihre Laune nicht verderben. Geschützt unter Bäumen und Planen kann ihnen der Regen nichts anhaben.

Summerjam 09
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Ihnen kann der Regen nichts anhaben: Geschützt unter Bäumen und einer Plane lassen sich diese Festival-Besucher Bier und Essen vom Campingkocher schmecken. (Bild: Bause)
Summerjam 09
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Ihnen kann der Regen nichts anhaben: Geschützt unter Bäumen und einer Plane lassen sich diese Festival-Besucher Bier und Essen vom Campingkocher schmecken. (Bild: Bause)
Köln - Die Wiesen rund um den Fühlinger See gleichen einer Zeltstadt. Dicht an dicht stehen mit Jamaica- und Bob Marley-Flaggen geschmückte Zelte - am Seeufer, am Hang, inmitten von Bäumen. Zwischen Dixie-Klos und Zelten stapeln sich leere Ravioli-Dosen, Bierflaschen und Saftpackungen. Gleich daneben sitzen Jannis, Luisa, Johannes und Sophie (alle aus Gütersloh) auf Campingstühlen unter einem Pavillon - und lassen sich ihr Fleisch vom Einweggrill schmecken. Bereits am Mittwoch sind sie angereist, um den Platz direkt am See zu ergattern. Mit ihrem Schlauchboot haben sie schon einige Touren über den See unternommen. Sophies Tipp bei Regen: „Einfach raus aus den Klamotten!“

Diesen Rat haben nicht alle befolgt und wurden von einem Schauer überrascht. Festivalprofis wissen sich zu helfen: Unter einem Pavillon haben sie eine Wäscheleine aufgespannt, an der reihenweise tropfende T-Shirts baumeln. Tina wiederum hat ihre eigene Methode: „Einfach weitertanzen, bis der Regen aufhört und dann in der Sonne trocknen lassen!“ Nicht alle Summerjam-Fans haben eine Exklusiv-Unterkunft mit Seeblick. Und so haben etliche ihr Zelt auf dem Parkplatz aufgeschlagen. Zu lauter Reggae-Musik aus den Autoboxen hüpft Samuel auf und ab. Der Nigerianer mit den langen Dreadlocks und seine Freunde wollen sich zunächst etwas in Stimmung bringen, bevor sie auf die Festival-Insel gehen. „Wir sind alle eine Familie“, antwortet er mit ausgebreiteten Armen auf die Frage, was so besonders am Summerjam ist.

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Ein paar Meter weiter klettert ein Mädchen mit Rastafrisur und Batikkleid ziemlich verschlafen aus einem Lieferwagen, dessen Ladefläche mit einer Matratze ausgelegt ist. Noch luxuriöser gestalten Jonas Kristensen und seine fünf Mitreisenden den Festivalbesuch: Die Dänen sind mit dem Flugzeug angereist und haben sich in einem Hotel einquartiert. „Zum Zelten sind wir einfach zu alt“, lacht der 41-Jährige. Sie seien vor allem gekommen, um Bunny Wailer und Junior Kelly zu sehen, sagt er.

Die Musik auf den Bühnen ist für viele Festivalbesucher zweitrangig: „Das Tolle am Summerjam ist die gesamte Atmosphäre, das ganze Drumherum“, schwärmt Anna. „Man liegt in der Sonne, ist von netten Leuten umgeben und im Hintergrund läuft chillige Musik. Und zwischendurch nimmt man ein kühles Bad!“ Die Getränke werden im aufblasbaren Planschbecken gekühlt.



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