Von Peter Berger und Martin Oehlen, 03.07.09, 22:39h, aktualisiert 07.07.09, 10:44h
Die verhaltene Stimmung ist vor allem auf die Vertreter in Politik und Verwaltung zurückzuführen. Auf die Frage, ob sie zuletzt einen „sehr wichtigen“ oder zumindest „eher wichtigen“ Beitrag für die Kultur geleistet haben, erhalten Oberbürgermeister Fritz Schramma und der Kulturausschuss-Vorsitzende Lothar-Theodor Lemper schlechte Noten. Auch Kulturdezernent Georg Quander erzielt ein eher dürftiges Ergebnis. Dagegen erfährt die neue Schauspiel-Intendantin Karin Beier eine besonders hohe Zustimmung. Der Einsturz des Historischen Archivs wird als Spitzenthema der Kulturstadt genannt. 93 Prozent der Befragten stufen es als „sehr wichtig“ oder „eher wichtig“ ein. Die Katastrophe gilt den Befragten auch als größter Schaden, der dem Image der Kulturstadt zuletzt zugefügt worden ist. Schlechte Noten erhält zudem das Kulturmanagement der Stadt. Mehr als ein Viertel der Befragten sagt, dass es für das Image eher schädlich als nützlich gewesen sei.
Das Misstrauen in Politik und Verwaltung spiegelt sich schließlich in der Bewertung des Kulturentwicklungsplans. 71 Prozent der Befragten sind davon überzeugt, dass er sich insgesamt positiv auf die Kölner Kultur auswirken könnte, doch nur 13 Prozent der Befragten trauen der Stadtverwaltung und der Politik die Umsetzung zu. Bei der Frage nach den Besucherzahlen geht eine Mehrheit von 47 Prozent davon aus, dass sich in den kommenden sechs Monaten keinerlei Veränderungen ergeben werden. Weitere 30 Prozent erwarten einen leichten, zwei Prozent sogar einen starken Anstieg.
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