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US-Gouverneurin

Sarah Palin tritt zurück

Erstellt 03.07.09, 23:26h

Die frühere US-Vizepräsidentschaftskandidatin Sarah Palin hat überraschend ihren Rücktritt als Gouverneurin von Alaska angekündigt. Die Motive des Rückzugs sind völlig unklar. Will Palin 2012 als Präsidentschaftskandidatin antreten?

Sarah Palin
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Sarah Palin. (Bild: afp)
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Sarah Palin. (Bild: afp)
WASHINGTON - Sarah Palin, republikanische Vizepräsidentschafts-Kandidatin bei den US-Wahlen im vergangenen November, tritt völlig überraschend als Gouverneurin des US-Bundesstaates Alaska zurück. Sie werde das Amt Ende des Monats ihren Vize-Gouverneur Sean Parnell übergeben, kündigte die 45-Jährige am Freitag in ihrer Heimatstadt Wasilla an. Sie wolle "positiven politischen Wandel außerhalb der Regierung bewirken", sagte sie zur Begründung. Einzelheiten nannte sie nicht. Frau Palin ist seit 2006 Gouverneurin im nördlichsten US-Bundesstaat.

Die Motive des Rückzugs seien völlig unklar, meinten US-Kommentatoren in ersten Reaktionen. Möglicherweise wolle sie sich freie Hand verschaffen, um sich auf eine Präsidentschaftskandidatur der Republikaner bei den Wahlen 2012 vorzubereiten. Palin gilt im republikanischen Lager trotz der Niederlage im vergangenen November als überaus populär. Sie war im vergangenen November Vizekandidatin des republikanischen Senators John McCain.

Job in der Privatwirtschaft?

Allerdings hieß es auch, möglicherweise wolle Palin einen hoch bezahlten Job in der Privatwirtschaft übernehmen. Als eine weitere Möglichkeit wurde genannt, das sie sich bei den Wahlen im kommenden Jahr um einen Sitz im Senat in Washington bewerben könnte. Eine Kommentatorin des TV-Senders CNN verwies auch darauf, dass angesichts fallender Ölpreise das Regieren in Alaska schwieriger für sie werden könnte.

Als eine persönliche Begründung gab Palin an, mehr Zeit mit ihrem jüngsten Kind verbringen zu wollen, das 2008 mit Down-Syndrom geboren wurde. "Ich bin entschlossen, den richtigen Weg für Alaska zu wählen, auch wenn dieser nicht üblich ist", sagte sie. Während ihrer Erklärung, die im TV übertragen wurde, waren standen ihr Ehemann und ihre fünf Kinder neben ihr.

In US-Medien wird bereit seit längerem über eine mögliche Präsidentschaftskandidatur Palins bei den Präsidentenwahlen 2012 spekuliert. Palin ist vor allem im religiös-konservativen Flügel der Republikaner populär. Zugleich wurde sie aber wegen ungeschickter Äußerungen auch zur Zielscheibe beißender Kritik in den Medien.   Zugleich stellte sich heraus, dass Palin im Wahlkampf über 150 000 Dollar für Kleidung ausgegeben hatte, was ihr Image als bodenständige, volksnahe Frau und Mutter erhebliche schadete. (dpa)



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